Kleinanzeigen vs. ImmoScout24 für Makler
Kleinanzeigen oder ImmoScout24 für Makler? Funktionen, Preismodell und Kategorien beider Immobilien-Tools im direkten Vergleich.
| Merkmal | Kleinanzeigen | ImmoScout24 für Makler |
|---|---|---|
| Preismodell | Freemium | Abo |
| Kategorien | Portale & Inserate | Portale & Inserate, CRM & Makler-Software |
| Kurzbeschreibung | Großer Kleinanzeigenmarkt mit kostenloser Immobilien-Rubrik | Mitgliedschaften & Reichweite auf Deutschlands größtem Portal |
Kleinanzeigen im Detail
Kleinanzeigen (ehemals eBay Kleinanzeigen) ist Deutschlands größte Kleinanzeigenplattform und betreibt mit der Kategorie Immobilien einen der meistgenutzten Marktplätze für Mietwohnungen, Häuser, WG-Zimmer und Grundstücke. Anders als klassische Immobilienportale richtet sich das Angebot stark an Privatpersonen, die unkompliziert und weitgehend kostenlos inserieren möchten.
Private Anbieter können in den Kernkategorien — Mietwohnungen, Häuser zur Miete, Eigentumswohnungen, Häuser zum Kauf sowie Wohnen auf Zeit und WG — bis zu zwei Anzeigen gleichzeitig kostenlos schalten; innerhalb von 30 Tagen lassen sich bis zu zwei neue kostenlose Anzeigen erstellen. In Nebenkategorien wie Grundstücken, Garagen oder Gewerbeimmobilien ist jeweils eine Anzeige gleichzeitig kostenlos. Jede weitere Anzeige kostet 19,99 Euro Einstellgebühr bei 60 Tagen Laufzeit; Verlängerungen kosten je nach Kategorie 19,99 bis 21,99 Euro (Stand: Juli 2026).
Die Reichweite ist enorm: Kleinanzeigen erreicht monatlich mehr Nutzer als jedes klassische Immobilienportal, allerdings mit gemischtem Publikum. Bei Mietwohnungen in Ballungsräumen führt das regelmäßig zu sehr vielen Anfragen in kurzer Zeit — inklusive eines höheren Anteils unqualifizierter Kontakte, den Anbieter selbst filtern müssen.
Für gewerbliche Anbieter gelten separate Konditionen mit Einstellgebühren beziehungsweise Paketen. Zusätzlich lassen sich Anzeigen gegen Gebühr hervorheben oder in den Suchergebnissen nach oben schieben. Wer als Privatperson eine Immobilie vermieten oder verkaufen will, nutzt Kleinanzeigen sinnvollerweise als kostenlosen Basiskanal — bei hochwertigen Verkaufsobjekten meist ergänzt um ein klassisches Portal, dessen Publikum gezielter sucht.
ImmoScout24 für Makler im Detail
ImmoScout24 ist das reichweitenstärkste Immobilienportal in Deutschland und für die meisten Makler der wichtigste Vermarktungskanal. Für gewerbliche Anbieter bietet die Plattform Mitgliedschaftsmodelle in den Stufen Bronze, Silber und Gold, die jeweils eine Anzeigenflatrate mit unterschiedlichen Platzierungsleistungen sowie Zusatzfunktionen für Akquise und Marktanalyse kombinieren.
Die Bronze-Mitgliedschaft ist auf die reine Objektvermarktung ausgelegt: Sie umfasst eine Anzeigenflatrate mit Top-Platzierung der Inserate, ein Firmenprofil mit Logo, ein Partner-Siegel und einen Branchenbucheintrag. Die Silber-Mitgliedschaft ergänzt Premium-Platzierungen (im Mix mit Top-Platzierungen), ein Maklerprofil, Werkzeuge zur Preisfindung und Marktanalysen sowie ein Eigentümerpaket für die Objektakquise. Die Gold-Mitgliedschaft enthält alle Leistungen der kleineren Stufen und ergänzt exklusive Marktdaten, ein Wachstumspaket und ein Weiterbildungs-Abo.
Die Preisgestaltung ist dynamisch und richtet sich unter anderem nach dem bisherigen Anzeigenvolumen des Maklerbüros sowie nach der Region. Eine öffentliche Preisliste existiert nicht; konkrete Konditionen werden individuell im Vertriebsgespräch festgelegt. Das macht den Einstieg schwer kalkulierbar, in der Praxis stellt die Mitgliedschaft für viele Büros aber einen der größten Fixkostenblöcke dar.
Neben den Mitgliedschaften verkauft ImmoScout24 zusätzliche Sichtbarkeitsprodukte wie Premium- und Top-Platzierungen für einzelne Objekte, Realtime-Besucherstatistiken sowie Leadprodukte für die Eigentümerakquise. Wer als Makler in Deutschland ernsthaft vermarktet, kommt an der Plattform kaum vorbei — genau darauf beruht auch die Preissetzungsmacht des Anbieters.
Für die Bewertung gilt: Die Reichweite ist unbestritten marktführend, die Kosten und die Vertragsbindung sollten jedoch sorgfältig gegen die tatsächlich generierten Leads und Abschlüsse gerechnet werden.